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Delegation des Stadtrates Leipzig zu Besuch in Krakau

Am 12. Dezember 2025 empfing das Stadtamt Krakau eine Delegation des Stadtrates der deutschen Partnerstadt Leipzig, bestehend aus Vertretern der CDU-Fraktion. Das Treffen fand im Rahmen der langjährigen und kontinuierlichen Zusammenarbeit zwischen Krakau und Leipzig statt, die seit mehr als fünfzig Jahren besteht.

Die Leipziger Delegation wurde von Paweł Szczepanik, Bevollmächtigtem des Präsidenten der Stadt Krakau für Kultur, empfangen. Im Mittelpunkt der Gespräche standen die Grundzüge der Krakauer Kulturpolitik – eines Politikfeldes von besonderer Bedeutung für beide Städte. Leipzig, international bekannt als Musikstadt, ist eng mit dem Wirken herausragender Komponisten wie Johann Sebastian Bach, Felix Mendelssohn Bartholdy, Clara und Robert Schumann, Gustav Mahler oder Richard Wagner verbunden. Die Kultur bildet seit Jahrzehnten eine zentrale Säule der Städtepartnerschaft zwischen Krakau und Leipzig. Die sächsische Metropole verfügt zudem über ein breit gefächertes Netzwerk von Institutionen und zivilgesellschaftlichen Organisationen, die im polnisch-deutschen Kontext aktiv sind. In den vergangenen fünf Jahrzehnten haben beide Städte zahlreiche gemeinsame Projekte in den Bereichen Bildung, Jugendaustausch, Sozialpolitik, Seniorenarbeit, Stadtpromotion sowie insbesondere Kultur realisiert.

An dem Treffen nahm auch Julia Żylina-Chudzik, Referatsleiterin für Interkulturelle Integration im Amt für Sozialpolitik, Gleichstellung und Gesundheit, teil. Sie informierte die Leipziger Delegation über die Maßnahmen der Stadt Krakau zur Unterstützung der Ukraine. Diese reichen von der Hilfe für die erste Welle von Geflüchteten im Jahr 2022 über die Unterstützung der ukrainischen Partnerstädte Kyjiw und Lwiw bis hin zu laufenden Aktivitäten zugunsten der ukrainischen Gemeinschaft, die in Krakau lebt. Eine besondere Rolle kommt dabei dem Multikulturellen Zentrum zu, das seit Beginn der Flüchtlingskrise an der Organisation des humanitären Hilfslagers in der al. Daszyńskiego 16 beteiligt ist, die Initiative „Szafa Dobra“ mitträgt sowie Polnischkurse und Unterstützung beim Zugang zum Arbeitsmarkt für Geflüchtete anbietet. Auch die Stadt Leipzig leistete einen wichtigen Beitrag zur Unterstützung von Geflüchteten aus der Ukraine in Krakau. So wurden mehrere Transporte mit spezialisierten Medikamenten und medizinischer Ausrüstung entsandt, darunter ein Operationsmikroskop im Wert von 44.500 Euro. Darüber hinaus stellte Leipzig 50.000 Euro für die Einrichtung eines Zentrums für ukrainische Kriegswaisen in Krakau sowie 20.000 Euro für den Verein „Siemacha“ zur Verfügung, die für Bildungs- und Integrationsmaßnahmen für ukrainische Kriegswaisen bestimmt sind.

Am selben Tag fand zudem ein Treffen der Leipziger Delegation mit dem Vorsitzenden des Stadtrates der Stadt Krakau, Jakub Kosek, sowie mit den Stadträten Piotr Moskała und Tomasz Daros statt. Die Gespräche dienten dem Austausch von Erfahrungen und Einschätzungen zwischen den kommunalen Vertreterinnen und Vertretern und trugen zur weiteren Vertiefung des Dialogs sowie zur Stärkung der internationalen Zusammenarbeit auf lokaler und regionaler Ebene bei.

Delegation des Stadtrates Leipzig zu Besuch in Krakau
Foto: Justyna Olszanska 

Alle, die sich für die Städtepartnerschaft zwischen Krakau und Leipzig interessieren, laden wir ein, das Portal „Weltoffenes Krakau“ zu besuchen sowie die online verfügbare Publikation LEIPZIG–KRAKAU. Zwei Städte – eine Geschichte. Dokumentation der Städtepartnerschaft von 1973 bis 2023 zu lesen.