„In die Tiefen der Geschichte vordringen – U-Bahn-Systeme in UNESCO-Städten” - Europäische Städte teilen ihre Erfahrungen mit Krakau.
Der Bau einer U-Bahn ist für Krakau nicht nur eine Antwort auf wachsende Verkehrsbedürfnisse, sondern auch ein bedeutender Entwicklungsschritt für die Stadt. Als historische Metropole, die in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes eingetragen ist, steht Krakau vor der besonderen Herausforderung, städtische Entwicklung und den Schutz des kulturellen Erbes miteinander zu verbinden.
Dieser Fragestellung war das internationale Seminar „In die Tiefen der Geschichte vordringen. U-Bahn-Systeme in UNESCO-Städten“ gewidmet, das am 16. April im Krzysztofory-Palast stattfand.
Austausch europäischer Städte über nachhaltige Mobilitätsentwicklung
Ziel der Veranstaltung war der Erfahrungsaustausch zwischen europäischen Städten, die vor ähnlichen Herausforderungen stehen: der Integration moderner Verkehrsinfrastruktur in historisch wertvolle und sensibel geschützte Stadträume. Im Mittelpunkt stand dabei nicht nur die Frage, ob eine U-Bahn notwendig ist, sondern insbesondere wie ein solches Projekt verantwortungsvoll geplant und umgesetzt werden kann.
Das Seminar wurde eröffnet durch den Stadtpräsidenten Aleksander Miszalski. Die thematische Einführung erfolgte durch den stellvertretenden Stadtpräsidenten Stanisław Mazur.
Internationale Expertinnen und Experten
An der Veranstaltung nahmen unter anderem folgende Fachexperten teil:
- Andrea Bruschi, der die Erfahrungen Mailands bei der Anpassung von U-Bahn-Systemen an komplexe städtebauliche Rahmenbedingungen vorstellte.
- Martin Dunst, der über Organisation, Methoden und aktuelle U-Bahn-Projekte in Wien sprach.
- Gregor Stratil-Sauer, der die geplante Linie U5 sowie den Weg von der Konzeptphase bis zur Umsetzung präsentierte.
- Tomáš Tůma, der das Projekt der neuen Linie D sowie die Modernisierung der Linie C in Prag vorstellte.
- Spyros Vougias, der am Beispiel der Station Venizelou die Verbindung von U-Bahn-Bau und Denkmalschutz in Thessaloniki erläuterte.
Darüber hinaus nahmen an der Veranstaltung folgende Experten aus Krakau teil: Prof. Andrzej Szarata, Prof. Andrzej Kadłuczka, Dr. habil. Klaudia Stala, Prof. Dominika Kuśnierz-Krupa, Anna Biskupska-Sperka, Dominika Długosz sowie Prof. Jacek Purchla.
Mehrsprachiger Austausch
Das Seminar wurde in polnischer und englischer Sprache durchgeführt. Eine Simultanübersetzung stellte sicher, dass der fachliche Austausch zwischen den internationalen Teilnehmenden reibungslos erfolgen konnte.